Japan

Japan ist weit weg

Da ich von AKW-Befürwortern öfter das Argument höre „unsere deutschen Reaktoren sind relativ sicher“, hier mal eine kleine Kostprobe:

23.03.2011 - Dass die deutsche Atomindustrie ihre Anlagen noch nicht einmal beim Abschalten im Griff hat, demonstrierte E.On beim Herunterfahren des bayerischen Atomkraftwerks Isar-1. Am vergangenen Donnerstag (17. März) kam es offenbar gegen 16 Uhr beim Abschalten des Atommeilers zu einem Absinken des Kühlwasserpegels im Reaktordruckbehälter.

Natürlich hat der Betreiber e.on es nicht für nötig befunden, jemanden darüber zu informieren. Erst nach Tagen kam eine kurze Mitteilung, in der aber auch die Ursache nicht genannt wird. Sowjetunion, Japan und Deutschland haben eins gemeinsam: Es geht die Bürger offenbar nichts an, wenn es in den Kernreaktoren vor ihrer Haustüre Probleme gibt.

Japan beendet „wissenschaftlichen“ Walfang

CBS bringt gerade eine Meldung, dass Japan den Walfang beendet. Ich bin sehr überrascht, dass Japan offenbar versucht, sein Image aufzupolieren. Jahrzehntelang hat die japanische Regierung alle berechtigten internationalen Vorwürfe an sich abtropfen lassen. Nun aber gibt der Generalsekretär des Kabinetts Makoto Inoue in einer Pressekonferenz bekannt:

Der Minister für Landwirtschaft, Forsten und Fischerei hat alle Fangerlaubnisse für wissenschaftlichen Walfang widerrufen.

Natürlich war das seit jeher eine Lüge mit der „Wissenschaft“, die Wale sind auf den Tellern von Restaurants gelandet. Ich weiß auch nicht, ob man das diesmal ernstnehmen kann. Die Walsaison ist sowieso gerade vorbei, also kann das ein PR[?]-Gag sein. Wenn es ein ernstgemeintes und dauerhaftes Fangverbot wäre, wäre das auf jeden Fall ein toller Erfolg für die Wale.

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